Simulation der Wirklichkeit

3D-Audio

Es gibt – mit wenigen Ausnahmen – keinen Klang ohne Raum und keinen Raum ohne Klang. Doch nach welchen Kriterien gestalten wir Räume? Wie entsteht eine Atmosphäre im Raum? Und wann ist ein Klangerlebnis überhaupt räumlich? In der Gestaltung des Auditiven liegt großes Potenzial; was wir hören, beeinflusst wesentlich, wie wir Visuelles wahrnehmen. Darum sollte auch Raum bewusst mit Klang und für den Klang gestaltet werden.

Klangszenografie ist Hauptgeschäft von Idee und Klang und räumliche Klangkompositionen ihre Spezialität. Es liegt also auf der Hand, dass wir uns mit allen möglichen räumlichen Klangerzeugungs-Verfahren beschäftigen und in diesen Gebieten aktiv Forschung betreiben. Alle diese Verfahren laufen unter dem Begriff 3D-Audio. Im Unterschied zum AROS, welches den Raum selbst als Klangkörper nutzt, projizieren diese Systeme eine virtuelle Räumlichkeit in einen physischen Raum, also ähnlich wie die 3D Projektion eines Filmes auf eine Leinwand projiziert wird. Dabei können beliebige Räume simuliert oder Positionen von Klängen dargestellt werden.

Wir unterscheiden grob vier verschiedene Arten von Systemen:

  1. Lautsprecherbasiert, diskret:
    Auro-3D, Dolby Surround Formate
    Projektreferenzen: MotF 2017WW1 Touring Exhibition
     
  2. Lautsprecherbasiert, skalierbar / objekt-basiert:
    Dolby Atmos, Auro Max, WFS
    Projektreferenzen:  GAC, Magic Box
     
  3. Kopfhörerbasiert, statisch:
    Binaurale Aufnahmen oder Mischungen
    Projektreferenzen: Basel findet Stadt1515 Marigniano, Echo Topos
     
  4. Kopfhörerbasiert, dynamisch:
    Virtual Reality Anwendungen, Ambisonic Aufnahmen
    Projektreferenzen: MotF 2016